Zu den Prioritäten, die den Handlungen der Europäischen Union zugrunde liegen, gehören die Ankurbelung zu Investitionen in Europa und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, um Arbeitsplätze zu schaffen. Maßnahmen, die Arbeitsplätze schaffen sowie Investitionen ankurbeln und begünstigen, stehen im Mittelpunkt der Strategie Europa 2020 und sind im jährlichen Arbeitsprogramm der Europäischen Kommission stark präsent.
In den letzten Jahren wurde Europa sehr von der Wirtschafts- und Finanzkrise geprägt. Die Folge der Krise war in einem erheblichen Rückgang der Privatinvestitionen, begleitet von restriktiven Richtlinien für den Staatshaushalt, zu spüren. Analysen der Europäischen Kommission zufolge hängt das Wirtschaftswachstum der Mitgliedsstaaten langfristig von der Steigerung der staatlichen und privaten Investitionen ab. Zwischen 2007 und heute nahmen diese um 15% ab. Aus diesem Grund unterstützt die Europäische Kommission neue Investitionsoffensiven um:

• die abfallende Investitionstendenz umzukehren, um die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Konjunkturerholung ohne den Anstieg der öffentlichen Schulden zu unterstützen,
• Investitionen zu unterstützen, die langfristig von der europäischen Wirtschaft gebraucht werden, und um deren Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen sowie
• Investitionen zu unterstützen, die das Produktionspotenzial und somit die Infrastruktur der EU stärken, vor allem in Hinblick auf der Vollendung des Binnenmarktes.

Das Hauptinstrument der EU in diesem Bereich ist die Investitionsoffensive für Europa. Es besteht aus Initiativen, die seit dem Sommer 2015 in vollem Einsatz sind und auf drei Grundpfeilern basieren:


1. Ankurbelung von Investitionen: Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sollen bis 2018 zusätzliche Ressourcen in Höhe von 315 Milliarden Euro für Investitionen in strategische Projekte in Europa verfügbar machen.
2. Unterstützung von Investitionen in der Realwirtschaft: eine europäische Plattform für Investitionsberatung (EIAH) soll gegründet werden um Unterstützung und Informationen für Förderer von Finanzprojekten zu gewährleisten; ebenfalls gegründet werden soll das europäische Investitionsvorhabenportal (EIPP), um die Verbreitung von Informationen über verfügbare Investitionsprojekte zu erleichtern und so das Vertrauen der Geldgeber zu erhöhen.
3. Schaffung eines investitionsfreundlichen Klimas: optimale Bedingungen, die notwendig für Investitionen sind, sollen geschaffen werden, wie zum Beispiel die Vollendung des Binnenmarkts, die Vereinfachung des rechtlichen Rahmens von Investitionen und die Beseitigung von Barrieren, die Investitionen behindern können.

Weiterführende Links:


Europäische Kommission – DG Wirtschaft und Finanzen

Europäische Kommission – Investitionsoffensive für Europa

Europäisches Parlament – Ausschuss für Wirtschaft und Währung

Rat der Europäischen Union- Rat (Wirtschaft und Finanzen) (Ecofin)

Ausschuss der Regionen – Fachkommission für Wirtschaftspolitik (ECON)

 

 

 

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