Die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts für Europa ist eine der zehn Kommissionsprioritäten für den Zeitraum 2015-2019 und wurde schon in der Rede des Präsidenten Juncker zur Lage der Union, im September 2016, angekündigt:
„Digitale Technologien reichen heute in alle Bereiche unseres Lebens hinein. Alles, was dafür nötig ist, ist ein Hochgeschwindigkeits-Internetanschluss. Unsere Wirtschaft ist darauf angewiesen und die Bürgerinnen und Bürger sind es auch.“

Seitdem hat die Europäische Kommission die Absicht, Europa den Weg in die digitale Zukunft durch verschiedene Vorschläge zu ebnen. Im Bereich der digitalen Revolution spielt, zum Beispiel, der Ausbau und die Verbesserung der Internetanbindung eine sehr wichtige Rolle; es gilt nicht nur für Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für Unternehmen, die heutzutage immer mehr vom Internet abhängig sind.
Die neue Initiative, Wifi4EU, die nämlich zu dem sogenannten „Konnektivitätspaket“ gehört, hat zum Ziel, sich sowohl an die Stadteinwohner, wie auch an Unternehmen und Touristen zu wenden.

Wie lauft das ab?
Im Rahmen eines digitalen Binnenmarkts, der „Hindernisse beseitigt und Online-Potenzial ausschöpft“*, stellt die Kommission insgesamt 120 Millionen Euro bis 2019 zur Verfügung, um einen starken und kostenlosen Netzausbau in ganz Europa zu verwirklichen. Es geht um ein direktes Gutscheinsystem, das die Installation einer modernen WLAN-Technologie in mindestens 6.000 bis 8.000 Gemeinden ermöglichen soll: Durchschnittlich 20 Millionen Euro für rund 1.000 Gemeinden werden dafür vorgesehen.
Es werden natürlich die Kosten für die Ausrüstung und die Installation der Internet-Zugangspunkte von der Initiative übernommen, wo hingegen die Netzanbindung (Internetabonnement) und die Instandhaltung der Anlagen von der Einrichtung selbst gezahlt werden müssen.

Wer kann sich bewerben und wie?
Alle interessierten Behörden und lokalen Einrichtungen, in denen es noch kein ähnliches Angebot gibt, können sich für WiFi4EU bewerben. Städte, Gemeinden oder Gemeindeverbände, die kostenlose Internetzugänge auf lokaler Ebene anbieten möchten, können die Mittel für die Installation sowie für die Ausrüstung durch eine Online-Anmeldung beantragen. Das Verfahren ist sehr einfach und unbürokratisch, da die Überwachungsanforderungen weniger strikt sind; die Fördermittel werden zudem in Form eines Gutscheins direkt vergeben.
Die ersten Projekte können vorgeschlagen werden, sobald der Ministerrat und das Europäische Parlament die rechtlichen Grundlagen der Initiative genehmigt haben. Die politische Einigung, die sie, am 29. Mai, zusammen mit der Kommission darüber erzielt haben, stellt bereits einen ersten Schritt dar.

Wer wird davon profitieren?
Obwohl sich nur im öffentlichen Auftrag tätige Einrichtungen dafür bewerben können, sollen trotzdem alle von Wifi4EU profitieren können. Auf Plätzen, in Parks, in Bibliotheken und in allen anderen öffentlichen Gebäuden (wie zum Beispiel Museen und Gesundheitszentren) soll das kostenlose WLAN für alle Einheimischen und Touristen Wirklichkeit werden. Aber WiFi4EU wird nicht nur kostenlose, sondern auch leistungsfähigere Internetanschlüsse in allen Mitgliedstaaten anbieten: Aufgrund dieser neuen Initiative sollen bis zu 40-50 Millionen Anschlüsse pro Tag möglich sein.
Dank dieser Initiative sollen möglichst viele lokale Behörden darin unterstützt werden, digitale Dienste zu nutzen und zu entwickeln - wie zum Beispiel e-Tourismus oder elektronische Gesundheitsdienste.

 

                      

 

 

 

 

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