Eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches EU-Projekt ist die tiefgründige Kenntnis und kompetente Anwendung der entsprechenden EU-Politiken im Kontext des geplanten Projektkonzepts. Die wichtigsten aktuellen EU-Gesetze, Empfehlungen und Regelungen zum Thema Tourismus sind:

Der Tourismussektor wird durch verschiedene europäische Programme finanziert. Die Beteiligten im Tourismus sowie die öffentlichen Verwaltungen, lokalen Verwaltungen und Verbände können die am besten geeignete Finanzierung in Programmen wie LIFE, Horizon 2020, Erasmus und Creative Europe suchen. Heute sprechen wir insbesondere über die COSME-Finanzierung in diesem Bereich.

COSME ist das EU-Programm für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

COSME

Im Juni 2010 verabschiedete die Europäische Kommission die Mitteilung "Europa, das weltweit führende Reiseziel - ein neuer politischer Rahmen für den Tourismus in Europa". In dieser Mitteilung wurden eine neue Strategie und ein neuer Aktionsplan für den EU-Tourismus festgelegt.

Es wurden vier Aktionsprioritäten festgelegt:

  • Förderung der Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Tourismussektor
  • Förderung der Entwicklung eines nachhaltigen, verantwortungsbewussten und qualitativ hochwertigen Tourismus.
  • Konsolidierung des Images Europas als Sammlung nachhaltiger, qualitativ hochwertiger Reiseziele
  • Maximierung des Potenzials der EU-Finanzpolitik für die Entwicklung des Tourismus.

In Zusammenarbeit mit Behörden, Tourismusverbänden und anderen Interessengruppen des öffentlichen/privaten Tourismus wurde ein regelmäßig aktualisierter Umsetzungs-Rollingplan entwickelt, der die wichtigsten Initiativen umreißt, die im Rahmen der Strategie umzusetzen sind.

In diesem Aktionsplan befasst sich COSME mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit von Unternehmen in der Europäischen Union. Einige der Ziele des Aktionsplans für den Fremdenverkehr werden im Rahmen von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen oder Ausschreibungen verfolgt, die dem Tourismussektor offen stehen. Diese können unter anderem Folgendes betreffen:

  • die Entwicklung und/oder Förderung nachhaltiger, thematischer Fremdenverkehrsangebote über Staatsgrenzen hinweg (zum Beispiel Schaffung von Verbindungen zwischen europäischen Themenwegen zu bestimmten Aspekten unseres kulturellen und industriellen Erbes, Radwegen, Ökotourismus-Angeboten, Küsten- und Unterwassergebieten usw.);
  • die Entwicklung und/oder Förderung von Nischenangeboten, indem auf europäischer Ebene Synergien zwischen der Tourismus- und der Kreativbranche genutzt werden (z. B. Europäischer Weg rund um qualitativ hochwertige Produkte („European Route around high-end products“));
  • transnationale öffentlich-private Partnerschaften zur Entwicklung von Fremdenverkehrsangeboten für bestimmte Altersgruppen (z. B. Senioren oder Jugendliche), um Fremdenverkehrsströme zwischen den europäischen Ländern in der Nach- und Nebensaison zu erhöhen;
  • Programme für den Kapazitätsaufbau im Bereich „barrierefreier Tourismus“ (d. h. Angebote, die an alle Menschen gerichtet sind, unabhängig von körperlichen Einschränkungen, Behinderungen oder Alter), in deren Rahmen Destinationsmanagementorganisationen, andere Unternehmen und sonstige Akteure von erfahrenen und erfolgreichen Anbietern barrierefreier Angebote lernen und Synergien mit anderen Betreibern entlang der Wertschöpfungskette geschaffen sowie neue Marktchancen und Geschäftsmöglichkeiten ausgelotet werden können.

Mehr dazu:

- https://publications.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/e0707433-aa5f-11e6-aab7-01aa75ed71a1

- https://ec.europa.eu/easme/en/cosme/cosme-funding-opportunities#inline-nav-0

 

Giulia Chiarel

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