Das Europäische Parlament hat für die Einrichtung von regionalen Verwaltungsbehörden gestimmt, die für die Gestaltung, Verwaltung und Umsetzung von Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung verantwortlich sind. Für die Koalition Europäischer AGRIREGIONEN, wo auch eine Vetretung der Autonomen Provinz Bozen/Südtirol teilnimmt, stellt diese Abstimmung einen großen Fortschritt dar und rückt die Regionen sowie die ländlichen Gebiete wieder in den Mittelpunkt der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

 

Der Übergang zu ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit kann nur durch einen ortsbezogenen und von unten nach oben gerichtetem Ansatz erfolgen, der an die örtlichen Gegebenheiten angepasst ist. Durch diese Abstimmung wird die grundlegende Rolle anerkannt, die die europäischen Regionen bei der Anpassung der GAP-Maßnahmen an die lokalen Bedürfnisse und bei der Förderung des Übergangs zu einer nachhaltigen europäischen Landwirtschaft spielen.

Die Koalition der europäischen AGRIREGIONEN fordert nun den Rat und die Europäische Kommission auf, die Position des Europäischen Parlaments voll und ganz zu unterstützen. Vor dem Hintergrund eines verschärften globalen Wettbewerbs und wachsender territorialer Ungleichheiten muss die künftige GAP eine direkte Verbindung zu den europäischen Regionen und ländlichen Gebieten aufrechterhalten. Die Regionen geben der europäischen Politik ein menschliches Gesicht und sind für Landwirte, Unternehmer und Bewohner ländlicher Gebiete zugänglich.

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