Weltweit gesehen ist Europa das Reiseziel Nummer eins. Der Tourismussektor umfasst ca. 2 Millionen Betriebe und beschäftigt 10 Millionen Menschen (das entspricht 5,2% der arbeitenden Bevölkerung) und trägt 5% zum BIP der EU bei. Der Europäische Tourismus verfolgt also wichtige Ziele im Bereich des Wirtschaftswachstums und der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Der Tourismus ist eng verbunden mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Hierbei muss man jedoch bedenken, dass das Wachstum im Tourismussektor sehr hoch ist, dies führt zu einer steigenden Anzahl an TouristInnen und dies wiederum erfordert die Festsetzung und Umsetzung von geeigneten Managementmodellen für den Natur- und Landschaftsschutz. In diesem Zusammenhang gewinnt ein nachhaltiger, verantwortungsvoller und ethischer Tourismus immer mehr an Bedeutung.
Die Tourismuspolitik der EU ist vor allem in der Mitteilung „Europa – wichtigstes Reiseziel der Welt: ein neuer politischer Rahmen für den europäischen Tourismus“ der Kommission aus dem Jahr 2010 festgelegt. Diese Mitteilung konzentriert sich auf vier Schwerpunktbereiche:
• Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Tourismus in Europa;
• Förderung der Bemühungen um einen nachhaltigen, verantwortungsvollen Qualitätstourismus;
• Konsolidierung des Images und der Außenwirkung Europas als ein aus nachhaltigen Qualitätsreisezielen bestehendes Ganzes;
• bestmögliche Nutzung des Potenzials der politischen Maßnahmen und der Finanzinstrumente der EU zur Entwicklung des Tourismus.
Obwohl es kein spezifisches Finanzierungsinstrument gibt, hat sich die EU dennoch im mehrjährigen Finanzrahmen 2014-2020 dazu verpflichtet, Investitionen in den Tourismus innerhalb der Kohäsionspolitik mittels Strukturfonds zu fördern sowie über direkte Förderprogramme zu unterstützen.

Weiterführende Links:

Europäische Kommission – Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU

Europäisches Parlament – Verkehr und Fremdenverkehr

Rat der Europäischen Union

Ausschuss der Regionen – Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT)